Aktuell

HyPipCo

Wasserstoff verbindet - Eine Pipeline rund um Köln

Die Transportnetzleitungen für das Wasserstoff-Kernnetz sind im Bau und sollen bis 2032 stehen. Das Kernnetz ist vergleichbar mit dem deutschen Autobahnnetz. Eine Anbindung bis hin zum Erzeuger oder Abnehmer ist darin zunächst nicht automatisch enthalten. Für uns geht es daher um folgende Frage: Wie bekommen wir die Akteure im Rheinland mit Wasserstoff versorgt, wenn sie nicht direkt ans Kernnetz angebunden sind?

Wir halten es für notwendig, bereits jetzt zu handeln – nicht erst, wenn das Kernnetz in der Region angekommen ist. Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff eine relevante – an manchen Orten sogar unumgängliche – Alternative bei der energetischen Transformation ist. Und: Je früher sich die Akteure entlang der Wertschöpfungskette damit beschäftigen, desto handlungsfähiger werden sie sein, sobald das Kernnetz Wasserstoff liefert. Darüber hinaus können Netzbetreiber die Pipelineinfrastruktur so einrichten, dass sie den zukünftigen Bedarf optimal decken kann.

Die HyPipCo-Ziele

  • Vorantreiben des Wasserstoff-Verteilnetzes zur flächendeckenden Versorgung des Großraums Kölns und des Rheinischen Reviers mit grünem Wasserstoff
  • Anbindung der bestehenden Chemie- und Industriebetriebe
  • Möglichkeit der Einspeisung für Regionale Erzeuger
  • Nutzung von vorhandenen Pipeline-Infrastrukturen so weit wie möglich
  • Anbindung an überregional entstehende Transportnetze (z.B. H2-Kernnetz,)

Vorangehen in Zeiten von Planungsunsicherheit

HyPipCo ist unser dauerhaftes Leuchtturmprojekt, unter dessen „Mantel“ verschiedenste Teilprojekte, Aktionen und Maßnahmen laufen und bereits gelaufen sind. Es besteht seit 2020 und ist damit unser ältestes der aktuelles Kernprojekte. Begleitet wurde HyPipCo von einem Auf und Ab zwischen Wasserstoff-Hype und – verursacht durch verschiedene Faktoren – abnehmendem Interesse an H2 als Energieträger. Dies gilt es zu ändern, und zwar gemeinsam mit Partnern innerhalb und außerhalb von HyCologne e.V.

Den Nachweis zu zur Sinnhaftigkeit des Vorhabens haben wir bereits erbracht: Gemeinsam mit Experten haben wir zwei Studien durchgeführt, in der sowohl die Machbarkeit als auch die Wirtschaftlichkeit für bestimmte Anwendungsfälle aufgezeigt wurden. Gemeinsam mit Infrastrukturbetreibern, Industrieunternehmen und Wissenschaft haben wir daraufhin eine innovative Projektskizze für die gekoppelte stoffliche und energetische Nutzung von Wasserstoff im Industriebereichentwickelt. Auf Grund der Komplexität und des Finanzbedarfs ist die Umsetzung noch offen.

Parallel haben wir die Aktivitäten für ein schneller umsetzbares Pilotprojekt intensiviert. Wir führen aktiv Gespräche und veranstalten Workshops mit potenziellen Anwendern, Versorgern und weiteren Stakeholdern. Interessenten sind jederzeit willkommen.

Sie haben Fragen oder möchten mehr erfahren?
Schreiben Sie uns gern.

Ihr Ansprechpartner ist Projektleiter Dr. Frank Benzel

Updates

 

Neue Studie und Workshop mit 20 Teilnehmern zum konkreten Vorgehen

Drei Stunden nahmen sich die Teilnehmer Zeit, um sich im „Haus der Zukunft“, dem Sitz von HyCologne in Hürth, auszutauschen. So entstand aus den jeweiligen Informationen und Perspektiven der relevanten Akteure aus Industrie, Stadtwerken und Betreibern der Gasverteilnetze und Gastransportnetze ein Gesamtbild, auf dem sich weiter in guter Zusammenarbeit aufbauen lässt.

Ziel und Ergebnisse der zweiten Studie wurden zu Beginn präsentiert, um alle Teilnehmer auf einen einheitlichen Stand zu bringen. Die Studie wurde maßgeblich von Accenture und Fraunhofer SCAI erstellt von HyCologne koordiniert und von mehreren am Workshop teilnehmenden Unternehmen finanziert.

Sie untersuchte, wie eine Pipeline Infrastruktur ganz konkret aussehen könnte, um Industrieunternehmen und Stadtwerke in einem Korridor vom Südwesten Kölns von Hürth über Brühl und Wesseling bis nach Bonn mit Wasserstoff zu versorgen. Einzelaspekte waren Bedarfsermittlung, Netzmodellierung und Wirtschaftlichkeitsbetr achtungen. Ebenfalls wurde die Anbindung an das perspektivische H2 Transportnetz berücksichtigt; und nicht zuletzt ging es um mögliche Förderoptionen für die Realisierung.

Ergebnisse

  • Mit dem geplanten H2-Transportnetzes der deutschen Gastransportunternehmen kann der Großraum Köln bis weit ins Rheinische Revier sehr gut mit Wasserstoff erschlossen werden. Die meisten Akteure des untersuchten Korridors lassen sich mit vertretbarem Aufwand an die Pipelineinfrastruktur anschließen. 
  • Es wurde ein mögliches Pipeline-Netz modelliert, das überwiegend von den geplanten Transportnetzen gespeist wird.
  • In einer Projektskizze wurden drei konkrete Hubs für den Start einer Pipeline identifiziert: Hürth/Knapsacker Hügel, Brühl und Wesseling/ Bonn. 
  • Der Hauptfokus liegt dabei auf den Abnehmern, und zwar in den Energie-sektoren Industrie, Mobilität und Wärme.
  • Die Wirtschaftlichkeit ist für die meisten betrachteten Anwendungsfälle beim Anschluss die modellierte Netzinfrastruktur gegeben. Dabei wirkt sich die Nutzung und Umwidmung bestehender Pipelinestrukturen positiv auf aus.
  • Bis Ende November ist die Phase abgeschlossen. In der 16. Netzwerkkonferenz werden detaillierte Ergebnisse vorgestellt.

Vorbehaltlich interner Entscheidungsprozesse in den beteiligten Unternehmen besteht großes Interesse der Workshop-Teilnehmerweitere Schritte Richtung Realisierung zu unternehmen! 

Im nächsten Schritt wird mit den in der Studie ermittelten Fördergebern Kontakt aufgenommen, um die Möglichkeiten einer Förderung konkret auszuloten.

Wie ist der Stand der Dinge? Welches sind die Eckpunkte? Was macht das geplante Netzwerk besonders? Wer macht mit? Bei der 14. Netzwerkkonferenz informierte HyCologne Projektmanager Carsten Krause die Mitglieder über das höchst ambitionierte Projekt.

> Lesen Sie hier einen Auszug aus unseren „HyCo NetNews“ über den Vortrag (pdf)

Ein H2-Pipeline-Netz kann in der Region entscheidend zur Wertschöpfungssteigerung beitragen

Wasserstoff ist ein unverzichtbarer Baustein unseres zukünftigen Energiesystems. Eine wesentliche Voraussetzung für den Auf- und Ausbau der Wasserstoffwirtschaft ist dabei eine zuverlässige und kostengünstige Verteilinfrastruktur. Wie diese im Großraum Köln realisiert werden könnte, hat eine Machbarkeitsstudie unter Federführung von HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. untersucht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Aufbau einer Pipeline-Infrastruktur zur Versorgung der Region mit Wasserstoff technisch möglich ist und für alle Beteiligten große Chancen zum beschleunigten Ausbau der Wasserstofftechnologien bietet.

Die komplette Pressemitteilung können Sie hier in deutscher und englischer Sprache einsehen:

> PM deutsch (pdf)
> PM english (pdf)