Über uns

Im Jahre 2007 hat sich HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e. V. als Netzwerk formiert. Zielsetzung war und ist, den im Kölner Raum als Nebenprodukt anstehenden Wasserstoff für innovative, nachhaltige Lösungen zu nutzen sowie der Erzeugung und Verwertung von „grünem“ Wasserstoff einen Weg zu bahnen.

Denn seit Jahrzehnten entstehen große Mengen Wasserstoff  als Nebenprodukt in der Chemieindustrie der Region Köln / Rheinland. HyCologne e. V. hat die Initiative ergriffen, diesen Wasserstoff für zukunftsweisende Projekte einzusetzen sowie grünen Wasserstoff in der Region zu etablieren. Inzwischen ist die Zahl der Experten groß, die bescheinigen, dass eine nachhaltige und sichere Energiewirtschaft auf Wasserstoff als Energieträger setzt.

Wasserstoff bietet in Verbindung mit hoch effizienten Brennstoffzellenanwendungen exzellente Möglichkeiten, die weltweiten Klimaziele zu erreichen und die Energieversorgung schrittweise von fossilen Energiequellen zu entkoppeln.

Im Verkehrssektor sind die Weichen gestellt: Mittels elektrischer Antriebskonzepte sind sowohl die CO2-, NOX- und Feinstaub-Emissionen zu verringern als auch die eingesetzte Energie weit effizienter zu nutzen, als es bislang geschah. Durch das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) soll die Nutzung elektrisch betriebener Fahrzeuge gefördert werden. Hierzu gehören gemäß § 2 EmoG

  • Batterieelektrofahrzeuge,
  • Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge oder
  • Brennstoffzellenfahrzeuge

Durch den Einsatz von Wasserstoff als Energieträger kann die Einführung einer flächendeckenden Elektromobilität nachhaltig gelingen.

Ein erstes Infrastruktur- und Verkehrsprojekt auf Basis der Wasserstoff-Brennstoffzellen- technologie ist von den HyCologne-Mitgliedern und Partnern in 2011 initiiert und realisiert worden. Beteiligte Akteure waren die Stadtwerke der südwestlich von Köln gelegenen Städte Hürth und Brühl, der Rhein-Erft-Kreis und die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK). Mit dem Ziel, die Emissionen im ÖPNV zu reduzieren, wurden 2011 zwei von Wasserstoff-Brennstoffzellen angetriebene Busse mit Unterstützung des Landes NRW beschafft. Diese wurden bis 2017 im Linienbetrieb der RVK in den Städten Hürth und Brühl sowie im Rhein-Erft-Kreis auf Linien bis nach Köln eingesetzt. Seit 2014 werden zwei weitere Busse auf Linien der RVK in den Städten Hürth und Brühl betrieben. Im Jahre 2020 hat die RVK die Flotte auf 35 Fahrzeuge ausgebaut und betreibt damit Europas größte Brennstoffzellen-Hybridbusflotte.

Die erste Wasserstofftankstelle für die Betankung der Busse wurde 2010 mit Unterstützung des Bundes in Hürth am Chemiepark Knapsack errichtet. Der dort abgegebene Wasserstoff fällt als Nebenprodukt bei der Chlor-Alkali-Elektrolyse an und steht zu attraktiven Konditionen zur Verfügung. Der Wasserstoff wird für die Betankung der Busse, aber auch für andere Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Hervorzuheben ist, dass kein zusätzlicher Energieeinsatz zur Wasserstoffherstellung erforderlich ist. Durch dieses Einstiegsprojekt mit kompletter Wertschöpfungskette wurde die Machbarkeit für die Wasserstoff-Verwertung im ÖPNV bewiesen. Im Jahre 2020 hat die RVK mit zwei weiteren Wasserstofftankstellen die erste standortübergreifende H2-Infrastruktur für den ÖPNV eingerichtet.

Mit diesem richtungsweisenden Know-How betreibt HyCologne e. V. erfolgreiche Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Als Partner und Referenten bei nationalen und internationalen Veranstaltungen stellen die Mitglieder ihr Know-How der Fachwelt und einer breiten Öffentlichkeit vor.

Im Rahmen der Leistungen für Beratung und Projektmanagement versetzt HyCologne e. V. seine Partner in die Lage, weitere Projekte mit innovativen Konzepten auf effiziente Weise zu realisieren.

Dr. Albrecht Möllmann,Vorstandsvorsitzender HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e. V.

Kontakt

Vereinssatzung HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e. V.