Mitgliederversammlung HyCologne – Wasserstoff Rheinland e.V. vom 21. September 2020

Foto: HyCologne e.V. Vorstand, von links nach rechts: Dr. Martin Robinius, Marcel Härtel, Carsten Bußjaeger, Dr. Albrecht Möllmann, Wolfgang Urmetzer, Stefan Welsch

Am 21. September trafen sich  33 von 37 stimmberechtigten hochrangigen Repräsentanten renommierter Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie kommunaler Betriebe und Verwaltungen in der Corona-gerecht ausgestatteten Eventhalle der 10Pin Bowling & Event zur Mitgliederversammlung 2020 in Hürth.

Im Technologiezentrum von Hürth, St@rt Hürth, ist HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. angesiedelt. Für die Städte Brühl und Hürth nahmen deren Bürgermeister Dieter Freytag und Dirk Breuer teil.

Allen Teilnehmern gemeinsam ist ihr Interesse, der Wasserstofftechnologie in der Rheinischen Region zum Durchbruch zu verhelfen. Ihre Unternehmen und Institutionen bündeln daher i.S. einer Public Private Partnership ihre Interessen über HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. . Sie trafen sie sich zur 15. ordentlichen Mitgliederversammlung, die ursprünglich für März d.J. geplant war und auf Grund der Corona-Pandemie verschoben wurde.

Seit der letztjährigen Versammlung stieg die Mitgliederzahl auf 37.
Anlässlich der Mitgliederversammlung stellten sich die Neumitglieder Kreis Düren, Neumann & Esser Group, PTEC PRESSURE TECHNOLOGY, Toyota Kreditbank, Westnetz, Voss Fluid und Benzel Beratung vor und erläuterten ihre Ziele und Erwartungen für die Zusammenarbeit mit HyCologne.

Im Rahmen seines Rechenschaftsberichtes informierte der Vorstand die Teilnehmer über abgeschlossene und aktuelle Projekte.

So hat HyCologne e.V. beispielsweise im Konsortium u.a. mit EMCEL, Forschungszentrum Jülich und 2 weiteren Partnern im Auftrag der Kommunen Brühl, Hürth, Köln, Wesseling, Rhein-Sieg Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis ein Konzept (Titel: H2R – Wasserstoff Rheinland) erstellt, mit dem der nachhaltige Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Region entwickelt werden soll, u.a. unter Beteiligung von HyCologne e.V. und den Konsortialpartnern.
In einem weiteren Projekt finden gemeinsam mit Gasnetzbetreibern und Forschungsinstitutionen Untersuchungen statt, wie rund um Köln eine Wasserstoff-Pipeline realisiert werden kann.
Auch ist HyCologne e.V. an der Schaffung einer digitalen Plattform beteiligt, in der mit künstlicher Intelligenz Forschungsbereiche, Industrie und Kommunen passend miteinander vernetzt werden.

Die Diskussion der Mitgliederversammlung zur weiteren Ausrichtung von HyCologne e.V. führt zu dem Ergebnis, dass HyCologne e.V. gemeinsam mit den Mitgliedern noch intensiver die Entwicklung konkreter Projekte vorantreiben und regional stattfindende Einzelinitiativen stärker miteinander vernetzen soll.

Dabei werden die Weiterentwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur und die Sektorenkopplung mittels Wasserstoffs wesentliche Elemente sein.

Um das breite Spektrum der Mitglieder aus Wirtschaft, Politik, öffentlicher Infrastruktur und Forschung wirkungsvoller vertreten zu können, wurde der Vorstand im Rahmen der Mitgliederversammlung von 5 auf 7 Mitglieder erweitert.

Wiedergewählt wurden für den Vorstand

  • amce consulting mit Dr. Albrecht Möllmann,
  • Yncoris mit Wolfgang Urmetzer,
  • Regionalverkehr Köln mit Carsten Bußjaeger,
  • Stadtwerke Hürth mit Stefan Welsch sowie
  • Stadtwerke Brühl, die in der Nachfolge von Sebastian Kuhl durch Herrn Marcel Härtel vertreten wird.

Neu hinzugewählt werden

  • Forschungszentrum Jülich mit Dr. Martin Robinius und
  • Worthington Industries mit Dr. Christian Rasche.

HyCologne e.V. ist ein regionales Cluster für Wasserstoff, Brennstoffzellen & Elektromobilität in der Region Köln.

Die aktuell 37 Mitglieder sind  Gebietskörperschaften der Rheinischen Region, führende Forschungseinrichtungen und Unternehmen für Wasserstoffherstellung und -anwendung, Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen sowie renommierte Gaserzeuger und -vertreiber.

Bereits seit 2007 wurden mit HyCologne e.V. Projekte zur Einführung und Erprobung von Brennstoffzellen Bussen für den ÖPNV in Hürth und Brühl realisiert, inkl. der erforderlichen Betankungsinfrastruktur.

Der erforderliche Wasserstoff wird als Nebenprodukt der Chlor-Alkali Elektrolyse im Chemiepark Hürth Knapsack produziert und bildete den Ausgangspunkt für den Einsatz der 0-Emissions-Busse im ÖPNV in den Städten Hürth, Brühl sowie der Umgebung von Köln. Seither wird die Brennstoffzellen-Busflotte ständig erweitert, so dass bis 2021 die Regionalverkehr Köln in der Rheinischen Region mit über 50 Fahrzeugen die größte Busflotte mit Wasserstoffantrieb in Europa betreiben wird.