Die Brennstoffzellen-Hybridbus-Flotte wächst

Die Brennstoffzellen-Hybridbus-Flotte wächst

(v.l.nr.): Dr. Albrecht Möllmann (Vorsitzender HyCologne), Walther Boecker (Bürgermeister der Stadt Hürth), Dr. Dirk H. Ahrens-Salzsieder (Vorstand SWH), Eugen Puderbach (Geschäftsführer der RVK), Hans Meeth (Aufsichtsratsvorsitzender StWB), Dieter Freytag (Bürgermeister der Stadt Brühl) und Erwin Gardemann (Geschäftsführer StWB) nach der Enthüllung der Van-Hool-Brennstoffzellenbusse.

Brühl: Gleich mehrere Mitglieder der Initiative HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland präsentierten am 6. Mai 2014 eine zukunftsweisende Entwicklung für den Nahverkehr in Brühl und Hürth: Mit der Anschaffung von zwei weiteren Brennstoffzellen-Hybridbussen erweitert die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) ihre emissionsfreie Busflotte. Die Enthüllung der Fahrzeuge vor der ersten offiziellen Probefahrt nahmen die Bürgermeister Walther Boecker (Hürth) und Dieter Freytag (Brühl) vor. Dr. Dirk H. Ahrens-Salzsieder, Vorstand der Stadtwerke Hürth AöR (SWH), Erwin Gardemann, Geschäftsführer der Stadtwerke Brühl GmbH (StWB), und Eugen Puderbach, Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK), stellten das innovative Konzept Vertretern aus Politik und Wirtschaft vor.

Der belgische Bushersteller Van Hool lieferte die neuen Brennstoffzellen-Hybridbusse des Typs „A330 FC“. Gemeinsam mit den Stadtwerken Brühl und Hürth setzt die RVK bereits seit drei Jahren Brennstoffzellen-Hybridbusse des Typs „Phileas“ des niederländischen Herstellers APTS in den Städten Hürth und Brühl sowie im Rhein-Erft-Kreis im regulären Linienverkehr ein. „Mit diesen neuen Bussen führen wir unseren eingeschlagenen Kurs im Sinne eines sauberen, möglichst emissionsfreien Nahverkehrs in Brühl und Hürth konsequent fort“, sagt Eugen Puderbach, Geschäftsführer der RVK. „Konkret bedeutet dies eine geringere Feinstaubbelastung für Mensch und Umwelt.“

Die Initiative HyCologne legte bereits im Jahr 2010 die Grundlage für den Betrieb der Brennstoffzellen-Hybridbusse, die mit Wasserstoff betankt werden. „In diesem Jahr eröffneten wir die Wasserstoff-Tankstelle beim Industriepark Hürth-Knapsack und machten hierdurch den in der chemischen Industrie als Nebenprodukt erzeugten Wasserstoff öffentlich nutzbar“, erläutert Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender HyCologne. „Jeder weitere Ausbau der in unserer Region betriebenen Pkw- und Busflotten, die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen nutzen, kräftigt unseren Glauben an diese zukunftsweisende emissionsfreie Technologie.“
Das Netzwerk initiiert Projekte rundum die Forschungs- und Geschäftsfelder Wasserstoff als Energieträger, Brennstoffzelle und Elektromobilität. Die relevanten Akteure aus Wirtschaft, Politik und den Kommunen der Region Köln/Rheinland treffen hier auf Komponenten- und Technologieanbieter, wie in diesem Fall auf den Buslieferanten Van Hool und das Brennstoffzellen-Unternehmen Ballard Power Systems mit einer Niederlassung in Hürth.

Die Anschaffung der Busse wurde gefördert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land Nordrhein-Westfalen. Diese Mittel unterstützen die Erforschung und den Einsatz innovativer Technologien. Die Mobilität der Zukunft wird bereits heute im regulären Linienverkehr eingesetzt. Die beiden Brennstoffzellen-Hybridbusse des Typs A330 FC sind Vorserienfahrzeuge, die in dritter Generation von dem belgischen Hersteller Van Hool gefertigt wurden. Mit einer Länge von 13,16 Metern sind die Ausmaße des A330 FC mit einem konventionellen Omnibus vergleichbar. Das Fahrzeug verfügt über eine Brennstoffzelle mit einer Leistung von 150 kW. Die Energie wird in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeichert. Zwei 85 kW starke Elektromotoren treiben den Van Hool A330 FC an. 67 Steh- und 33 Sitzplätze bieten 100 Fahrgästen Platz.