Landesminister Michael Groschek zu Gast in Hürth: Zukünftige Trends in der Null-Emissions-TechnologieMinister Michael Groschek in Hürth: Future trends in zero-emission-technology

Am heutigen Montag, 29. Juli 2013, ist Michael Groschek, Minister des Landes Nordrhein-Westfalen für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, zu Gast in Hürth, um sich über die dortigen Wasserstoff-Projekte zu informieren. Neben der Besichtigung der Wasserstofftankstelle der Stadtwerke Hürth steht eine Fahrt mit dem Brennstoffzellen-Hybridbus der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) auf der Agenda. Dr. Albrecht Möllmann, Vorstand von HyCologne e.V., Boris Jermer, Projektmanager bei HyCologne e.V., und Jens Conrad, Projektmanagement für alternative Antriebsformen der RVK, stellen dem Minister aktuelle Projekte aus dem Bereich der Wasserstoff- bzw. Brennstoffzell-Technologie vor – wie das Projekt „Chemergy“.

 Köln/Hürth, 29. Juli 2013. Das Projekt „Chemergy“ verfolgt das Ziel, öffentlichen Zugang zur Chemie-Infrastruktur zu schaffen, damit Wasserstoff als Energieträger nutzbar gemacht werden kann. Konkret geht es um die  Bereitstellung von Wasserstoff, der in der regionalen chemischen Industrie als Nebenprodukt anfällt. Federführend ist hierbei das regionale Energiecluster „HyCologne – Wasserstoffregion Rheinland e.V.“, das die Wasserstoff-Projekte im Raum Köln koordiniert und mitentwickelt. So ist es HyCologne 2010 gelungen, die regionale Wasserstofftankstelle in Hürth-Knapsack zur verlässlichen und preisgünstigen Versorgung mit Wasserstoff einzurichten. An dieser Tankstelle werden aktuell auch die beiden Brennstoffzellen-Hybridbusse und ab 2014 weitere Fahrzeuge der RVK betankt.

Brennstoffzellen-Hybridbusse im Linienverkehr

Seit nunmehr zwei Jahren setzt die RVK die Brennstoffzellen-Hybridbusse des Typ „Phileas“ im Rhein-Erft-Kreis im regulären Linienverkehr ein. Die beiden Fahrzeuge des niederländischen Herstellers APTS zählen mit 18 Metern weltweit zu den längsten Fahrzeugen ihrer Art. Die Besonderheit: Wasserstoffbusse sind im Fahrbetrieb absolut emissionsfrei. Das Reaktionsprodukt, das neben Wärme entsteht, ist ganz normales Wasser bzw. Wasserdampf. Somit wird die Umwelt weder mit CO2 noch mit Feinstaub oder Stickoxiden belastet.

Im ersten Quartal 2014 erweitert die RVK ihre emissionsfreie Fahrzeugflotte um zwei weitere Brennstoffzellen-Hybridbusse. Projektpartner sind die Stadtwerke Hürth und Brühl. Die Fahrzeuge werden auch in diesen beiden Städten im Linienbetrieb eingesetzt. Die Fahrzeuge sind keine Prototypen mehr: Von diesem Typ „Van Hool A330 FC“ wurden bereits knapp 50 Fahrzeuge gefertigt und sind weltweit in den USA und Europa im Einsatz. Deutschlandweit ist allerdings die RVK das erste Unternehmen, das diese Fahrzeuge im Linienverkehr einsetzt. Die Anschaffung der Busse wird gefördert vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und vom Land NRW. Mit der Erweiterung der Fahrzeugflotte kommt die RVK ihrem Unternehmensziel „Null Emission“ näher. Demnach strebt das Unternehmen an, seine gesamte Fahrzeugflotte bis 2030 durch emissionsfreie Fahrzeuge zu ersetzen.

HyCologne e.V. appelliert an Politik
Da die heutigen Förderinstrumente sehr zeitaufwendig und komplex sind,  wäre es wünschenswert, zügig einen funktionierenden Rahmen für den großtechnischen Einsatz von emissionsfreien Fahrzeugen voranzubringen. Dazu wurde von HyCologne ein einfaches Markteinführungsinstrument entwickelt, dass statt – wie bisher üblich – die Fahrzeuge selbst zu fördern, das Ergebnis belohnt wird: Emissionsfrei gefahrene Kilometer in einer Region.

Ansprechpartner RVK bei redaktionellen Rückfragen:
Heiko Rothbrust, Tel.: 0221/1637-886, E-Mail: heiko.rothbrust@rvk.de

Ansprechpartner HyCologne e.V. bei redaktionellen Rückfragen:
Dr. Albrecht Möllmann, Tel.: 02233-406123, E-Mail: moellmann@hycologne.de