Grenzüberschreitende Vernetzung der Wasserstoff-Regionen in Belgien, Niederlande und Deutschland

Regionen wollen die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette nutzen

Hürth/AD – Die beiden Initiativen WaterstofNet (Wasserstoff-Regionen Flandern, Süd-Niederlande) und HyCologne (Wasserstoff-Region Rheinland) vereinbarten Anfang März eine enge Zusammenarbeit, um zukünftige Märkte zu entwickeln. Gemeinsam werden sich die Wasserstoff-Regionen aus Belgien, Niederlande und Deutschland im europäischen Umfeld gestärkt positionieren. Adwin Martens, Direktor WaterstofNet und Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender von HyCologne unterzeichnen stellvertretend für alle Mitglieder der Initiativen die vereinbarten Ziele.

Dr. Albrecht Möllmann, HyCologne und Adwin Martens, Directeur WaterstofNet

Beide Initiativen sehen Wasserstoff als Energieträger der Zukunft an. Als Vertreter der jeweiligen Wasserstoff-Regionen und deren Akteure wissen sie um die Notwendigkeit grenzüberschreitenden Kooperationen, um die jeweiligen Ziele schneller und wirtschaftlicher erreichen zu können.

Neben größeren Demonstrationsprojekten sollen konkrete Anwendungen, die Wasserstoff als Energieträger einsetzen, für kommerzielle Märkte im Bereich Logistik, Fernverkehr und maritime Technik erschlossen werden. Die Basis hierfür ist der Aus- und Aufbau der länderübergreifenden Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur.

„Die Tatsache, dass mit der Vernetzung der Initiativen gleich drei europäische Ländergrenzen überschritten werden, ist ein richtiger und wichtiger Ansatz. Erst wenn die Wasserstoff-Infrastruktur eine durchgehende Betankung sicherstellt, werden Anwendungen insbesondere in den Bereichen der Maritim-, Luftfahrt- und Fahrzeugtechnik erfolgreich von den Unternehmen angenommen werden, “ betonte Dr. Albrecht Möllmann während einer Mitglieder-Versammlung von HyCologne Anfang März.

Die Mitglieder beider Initiativen decken wesentliche Schlüsseltechnologien innerhalb der Wertschöpfungskette bei der Entstehung und Nutzung des Wasserstoff ab: unter anderem die chemische Industrie mit der Produktion von Wasserstoff als Nebenprodukt, Wasserstoff-Erzeugung durch Elektrolyse, Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellen-Stacks sowie System-Entwickler, Anbieter von Wasserstoff-Tankstationen, Bushersteller, Kommunen und Endanwender.

Die Vertreter von WaterstofNet und HyCologne sind kompetente Gesprächspartner für Unternehmen und regionale, nationale und internationale Vertreter rundum das Thema Wasserstoff. Die nächsten Schritte werden sich um die Entwicklung des Verbundnetzes und den Austausch von Erfahrungswerte drehen. Auch werden die Regionen gemeinsam an europäischen Ausschreibungen und Projekten teilnehmen. Konkret werden interessierte Mitglieder der Initiativen quartalsweise die Ergebnisse der Wasserstoff-Projekte präsentieren und diskutieren. Neben einem Aktionsplan wird eine Vereinbarung über den Aufbau der Infrastruktur entwickelt.

„Wasserstoff ist ein wichtiger Energieträger für zukunftsweisende CleanTech-Unternehmen. Wir wollen unsere Regionen für die Zukunft stärken und aktiv an der Gestaltung von neuen Märkten beteiligt sein“, so Dr. Möllmann.

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