HyCologne baut Wasserstoff-Initiative aus

Hürth, 16. Dezember 2011

Neue kompetente HyCologne-Mitglieder: Rheingas und Flughafen Köln/Bonn

16.12.2011 AD/Hürth – Die Initiative HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. begrüßt gleich zwei neue kompetente Mitgliedsunternehmen. Die Propan Rheingas GmbH & Co. KG und die Flughafen Köln/Bonn GmbH setzen neue Ziele im Umfeld von Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologien.

Als eine national und international wachsende, mittelständische Unternehmensgruppe der Energiewirtschaft sieht Rheingas das Potenzial des Energieträgers Wasserstoff. „Für Rheingas ist die Mitgliedschaft bei HyCologne sehr wichtig“, antwortet Uwe Thomsen, Geschäftsführer der Rheingas auf die Frage nach dem Stellenwert des Engagements in der Initiative. „Nachdem sich Rheingas schon frühzeitig für das umweltfreundliche Autogas und den effizienten, ressourcenschonenden Einsatz von Erd- und Flüssiggas eingesetzt hat, vollzieht das Unternehmen nun den nächsten Schritt und unterstützt mit seiner Mitgliedschaft bei HyCologne in Zukunft die Entwicklung des emissionsfreien öffentlichen und privaten Verkehrs.“

HyCologne hat bereits als Organisator im „Chemergy“-Projekt (= Chemie + Energie) mit den Partnern Stadtwerke Hürth AöR als Auftraggeber sowie der Air Products Deutschland GmbH, der InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG, IGH2 – InnovationsGesellschaft Wasserstoff mbH und Praxair Deutschland GmbH & Co. KG. im Jahr 2010 eine Hürther Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen. Hier werden seit Mitte 2011 unter anderem zwei Brennstoffzellenbusse, die im Linienverkehr von der Regionalverkehr Köln GmbH betrieben werden, betankt. Thomsen verweist darauf, dass Rheingas über langjährige Erfahrungen in der Genehmigung, im Bau, der Versorgung und dem Betrieb von Autogas-Tankstellen verfüge. „Dieses Know-how werden wir in die Initiative einbringen.“

Neben dem Auf- und Ausbau einer Wasserstoffinfrastruktur in den Regionen Köln und Rheinland sieht die Initiative HyCologne in dem großflächigen Aufbau und Betrieb von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugflotten (Busse, Pkw, Schlepper u. a.) eine weitere Kernaufgaben. Der Flughafen Köln Bonn beteiligt sich an einigen EU-Projekten, mit dem Ziel, die Alltagstauglichkeit von wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Nutzfahrzeugen wie Flughafenschleppern und Gabelstaplern im Bodeneinsatz zu testet. Im EU-Projekt HyLift-Demo sollen diese Erfahrungen gesammelt und ausgewertet werden. Neben der European Hydrogen Association und weiteren europäischen Partnern sind diedeutschen Unternehmen Ludwig-Boelkow-Systemtechnik GmbH, Linde AG und der TUEV SUED Industrie Service GmbH Mitglieder des Konsortiums.

Athanasios Titonis, Geschäftsführer des Flughafens Köln/Bonn, bestätigt, dass der Köln-Bonn-Airport aktuell mit weiteren deutschen Flughäfen die Entwicklung von Luftfahrtbodengeräten mit Brennstoffzellenantrieb unterstütze. „Insbesondere die an Flughäfen in großem Umfang eingesetzten Gepäckschlepper könnten 2012 durch die gezielt aufgebaute Nachfrage dieses Entwicklungskreises nach solchen Systemen zur Einsatzreife gelangen. Mit Unterstützung der HyCologne wird parallel dazu in der Region Köln-Süd für weitere Anwendungsmöglichkeiten der mobilen Brennstoffzellentechnik geworben und der Aufbau der Infrastruktur mit einer Wasserstoffversorgung unterstützt.“ Nachhaltiges Wirtschaften ist für den Köln-Bonn-Airport eine vorrangige Unternehmensaufgabe. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen GmbH Dr. Volker Hauff ist sich sicher: „Die Probleme der Zukunft werden mit den heutigen Technologien nicht gelöst“. Titonis erläutert diesen Ansatz: „Vor diesem Hintergrund hat die Flughafengesellschaft im Jahr 2010 ein Klimaziel des CO2-neutralen Wachstums formuliert. Um den Ausstoß klimabelastender Gase neutral zu halten, sind wir gefordert, zukunftsweisende Technologien zu unterstützen.“ Titonis verwies darauf, dass der Flughafen dies nicht erst in der Phase der kommerziellen Nutzung solcher Techniken praktiziere. Das Unternehmen verfolge die Entwicklungen genau und setze sich bereits in einem frühen Stadium vor der Marktreife mit solchen Zukunftstechnologien auseinander.

„Neben verschiedenen innovativen energietechnischen Anwendungen in der Gebäudetechnik beobachten und unterstützen wir die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie seit einigen Jahren. Im Jahre 2007 bereits wurde ein Prototyp eines Busses mit Brennstoffzellen im innerbetrieblichen Busshuttle getestet.“ „Jedes neue Mitglied in der Initiative ist ein weiterer Baustein, um die Wasserstoffregion Rheinland auszubauen“, so Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender von HyCologne. „Wir stärken das Energiecluster mit den neuen Unternehmen gleich in zwei Bereichen, die symbiotisch zusammengehören. Wir werden das Know-how von Rheingas nutzen, um die Wasserstoffinfrastruktur auszubauen, die die Basis für die Nutzung von Anwendungen mit Brennstoffzellentechnologie ist. Diese wiederum erprobt der Flughafen Köln/Bonn mit den anvisierten EU-Projekten – denen sicher noch weitere folgen werden. Das Ziel der Initiative ist es, sich an der regionalen und auch an der internationalen Entwicklung zu beteiligen.“