Wasserstoff Busse in Europa – Projektstart in Köln

So wird sauberer ÖPNV durch Wasserstoff zur kommerziellen Realität in Europa

Hürth, Brüssel, 27. Oktober 2010

Am 4. November 2010 findet mit der Auftaktzeremonie des CHIC-Projekts (Clean Hydrogen in European Cities) ein essentiellen nächster Schritt in Richtung einer vollständigen kommerziellen Markteinführung von Wasserstoff-Omnibussen mit Wasserstoff–Brennstoffzellenantrieben statt. Schirmherr und Veranstalter ist die Stadt Köln in Zusammenarbeit mit HyCologne und der nordrhein-westfälischen EnergieAgentur.NRW. Das Projekt wird die Integration von 26 H2FC-Bussen in den Alltagsbetrieb auf regulären Busstrecken in fünf europäischen Großstädten erleichtern.

Das Projekt wird durch die Verkehrsbehörden in Aargau (Schweiz), Bozen (Italien), London (GB), Mailand (Italien) und Oslo (Norwegen) sowie durch die EU-Organsiation FCH JU (Joint Undertaking for Fuel Cells and Hydrogen) unterstützt und basiert auf einer schrittweisen Einführung und Förderung des Aufbaus von H2FC-Busflotten, den erforderlichen Wasserstofftankstellen und der zugehörigen Infrastruktur. Im Rahmen des Projekts arbeiten erfahrene und neue Städte in Partnerschaften zusammen, um eine wirksame und reibungslose Einführung der neuen Systeme heute und in der Zukunft sicherzustellen. Zusätzlich wird das Projekt in ähnliche Projekte eingebunden, die vollständig aus andern Quellen finanziert sind, wodurch die Wirkung des FCH JU-Programms vervielfacht werden kann.

Das Projekt zielt auf die Nutzung der Ergebnisse aus vorangegangenen Projekten durch die Einbindung von sogenannten Phase 0-Partnern in Berlin, Köln, Hamburg und Whistler (Kanada), die ihre Erfahrungen mit brennstoffzellenbetriebenen Bussen in ihren jeweiligen Verkehrsnetzen einbringen können.

Nach den erfolgreichen Feldtestversuchen der ersten und zweiten Generation von H2FC-Bussen innerhalb der Projekten CUTE und HyFLEET:CUTE geht CHIC nun weiter auf dem Weg der Entwicklung der modernsten Generation von brennstoffzellenbetriebenen Hybridbussen voran, die kurz vor der Markteinführung stehen. Die Busse werden von Mercedes-Benz sowie von Wright & Van Hool geliefert. Langfristig ist ab 2012 die Einbeziehung von 14 weiteren Regionen in Europa – den sogenannten Phase 2-Partnern – geplant, um auch dort in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft der Europäischen Regionen, Städte und Gemeinden für Wasserstoff und Brennstoffzellen (HyRAMP) die ersten H2FC-Busflotten im öffentlichen Verkehr einzuführen.

Ein weiterer wichtiger Teil des Projekts befasst sich mit Umwelt- und Wirtschaftsthemen sowie sozialen Aspekten hinsichtlich des Einsatzes von Wasserstoff-betriebenen Bussen.
Wasserstoff ist ein Energieträger wie elektrischer Strom und kann aus verschiedenen Primärenergiequellen einschließlich erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Brennstoffzellen können in elektrischen Antrieben eingesetzt werden. Da sie Wasserstoff verbrennen und dabei nur Wasserdampf emittieren, werden sie eine große Rolle bei der Verringerung lokaler Luftverschmutzung sowie bei der Zurückführung der Abhängigkeit des europäischen Transportsystems von fossilen Brennstoffen spielen. Mit Brennstoffzellen lassen sich auch größere Fahrzeuge, wie z.B. Nutzfahrzeuge, SUVs und Omnibusse betreiben; sie bieten ein beträchtliches Einsatzspektrum.