Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop 2.0 – THINK BIG


Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop 2.0 – THINK BIG
Batterie + Brennstoffzelle – war’s das mit Otto und Diesel?

Duisburg, 08.09.2017 // Mit Fachkompetenz und Weitsicht haben beide Veranstalter des zweiten Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshops, die Initiativen h2-netzwerk-ruhr e.V. und HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V., bereits bei der Planung den Fokus auf ein Thema gesetzt, das jetzt durch den Dieselskandal besonderen Aufwind erhalten hat. Insbesondere im Autoland Deutschland wird die Diskussion stark von der Politik und Wirtschaft getrieben. Am 7. September 2017 stellten sich über 130 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft den Herausforderungen, um „Gemeinsam die Elektromobilität von Morgen zu stemmen!“ Provokant stand an diesem Tag im TecTower in Duisburg über allen Beiträgen die Frage „Batterie + Brennstoffzelle – war’s das mit Otto und Diesel?“

Neben den Beiträgen renommierter Vertreter aus Politik und Wirtschaft überzeugte das neue Veranstaltungskonzept durch interessante Wechsel zwischen Fachvorträgen, Kurzpräsentationen der Fachreferenten, Talkrunden und Diskussionsbeiträgen. Die Themenfelder konzentrierten sich auf Elektromobilität – Batterie und Brennstoffzelle – und den notwendigen Infrastrukturen für Ladung und Betankung mit Wasserstoff. Innovative E-Mobilitätskonzepte der Grundversorgungssicherung, z. B. für Nutzfahrzeuge, den öffentlichen Nahverkehr oder Schienenfahrzeuge, stellen einen wichtigen und wachsenden Markt dar.

Talkrunde Nutzfahrzeuge: Neue Akteure bauen heute Märkte der Zukunft

Im Jahre 2008 habe das Schweizer Groß- und Detailhandelsunternehmen COOP die Vision „CO2-neutral bis 2023“ formuliert, erläutert Rolf Huber, Präsident des Verwaltungsrats der h2 Energy AG. Hinzu komme, dass COOP in einem Joint Venture mit dem US-Energiekonzern Phillips 66 über 230 Tankstellen in der Schweiz betreibe und mit einem Marktanteil von über 22 Prozent klarer Marktführer in diesem Segment sei. Nun gehe COOP neue Wege und habe gemeinsam mit den Unternehmen Esoro und H2 Energy einen systemischen Ansatz gewählt, um seine Logistik nachhaltig – CO2-frei – auszurichten. Hierbei setze COOP auch auf mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Fahrzeuge.

Huber betont: „Da COOP die Verbreitung der Lkw-Flotte selber bestimmen kann, kann auch auf den Verbrauch und somit die Wirtschaftlichkeit einer Wasserstofftankstelle aktiv Einfluss genommen werden. Leider konnte für die Demoversion noch kein Lkw-OEM gewonnen werden. Daher haben COOP und H2 Energy die Firma Esoro mit dem Bau des ersten H2-Lkw der 35-Tonnen-Klasse beauftragt. In der Zwischenzeit haben sich erfreulicherweise einige Lkw-OEMs bei uns gemeldet, die eine erste Serie produzieren wollen. Das Lkw-Tankstellen-Zusammenspiel hat also als positiven Nebeneffekt einen systematischen Aufbau eines Wasserstofftankstellen-Netzes zur Folge – welches dann von H2-Pkw genutzt werden kann – und dies ohne staatliche Förderung.“

H2 Energy besitzt und betreibt eine Produktionsanlage an einem Wasserkraftwerk in Aarau. Den dort nachhaltig produzierten Wasserstoff verkauft und vertreibt H2 Energy an die COOP-H2-Tankstellen. Außerdem wurde H2 Energy von COOP beauftragt, das Unternehmen in Sachen Wasserstofftechnik weiter zu unterstützen. Diese Unterstützungsaufgabe umfasst die Errichtung von weiteren H2-Tankstellen, die Verfügbarmachung von H2-Lkw und weitere kommerzielle Aktivitäten in diesem Bereich.

Vorträge und Talkrunde: Wertschöpfungskette in Deutschland

Prof. Dr. Achim Kampker, Geschäftsführer der StreetScooter GmbH, hat bereits als Ingenieur und Leiter des Lehrstuhls für Produktionsmanagement an der Fakultät für Maschinenwesen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen vor circa acht Jahren den StreetScooter, einen elektrischen Kleintransporter, entwickelt. Hierbei stand die Reduktion von Entwicklungszeit und Produktionskosten im Mittelpunkt. Ende 2014 wurde das Unternehmen eine 100%ige Tochter der Deutschen Post DHL Group. So entstand ein neuer Autohersteller. „Die Geschwindigkeit, mit der dies vorangegangen ist, ist einmalig“, so Prof. Kampker, der nun zum Sonderbeauftragten für Elektromobilität im Unternehmensbereich Post – eCommerce – Parcel bestellt wurde. Er soll in dieser Funktion möglichst schnell und effizient die E-Mobilität in allen Bereichen der Unternehmensgruppe implementieren und ausbauen.

„Neben Nachhaltigkeit stand von Beginn an die Wirtschaftlichkeit im Fokus der Entwicklung dieses Nutzfahrzeugs, das perfekt auf den rauen Alltag zugeschnitten ist. Mobilität mit Verbrenner wird es auch in Zukunft geben. Hinzu kommt die Wertschöpfung rund um die Batterie und den elektrischen Antrieb. Zusätzlich erschließen wir schrittweise weitere Kundenkreise. Wir müssen daher Marktwachstum und eigenes Wachstum in Einklang bringen.“ So erläutert Prof. Kampker die Herausforderungen in einem sich neu entwickelnden Markt. Ganz frisch wurde in den letzten Wochen eine Kooperation mit der Ford AG verkündet. Der gemeinsam produzierte E-Transporter StreetScooter WORK XL mit einem Ladevolumen von 20 Kubikmetern und Platz für rund 200 Pakete soll in den Großstädten und Ballungsräumen für eine leise, umweltfreundliche und schadstofffreie Paketzu-stellung sorgen.

Resümee der Veranstalter: Sich gemeinsam stark machen

Volker Lindner, Vorsitzender der Initiative h2-netzwerk-ruhr, formuliert das Resümee der Veranstaltung: „Die Vorträge und angeregten Diskussionen der Experten zeigen auf, dass es nicht reicht, ein Verbot von Verbrennungsmotoren zu beschließen. Zur flächendeckenden Einführung von Elektromobilität müssen Stromnetze und Ladeinfrastruktur massiv ausgebaut werden, ebenso muss ein dichtes Netz an Wasserstoff-Tankstellen geschaffen werden.“

Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender von HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland, verspricht, dass sich die Netzwerke h2-netzwerk-ruhr und HyCologne weiterhin gemeinsam und mit Nachdruck für emissionsfreie Brennstoffzellen-Busse im öffentlichen Nahverkehr und den Infrastrukturausbau der Wasserstofftankstellen einsetzen werden. „Politik und Wirtschaft müssen hier Hand in Hand gehen“, so Möllmann. Wichtig sei es, in den kommenden Jahren technologieoffen auf vorhandene und neue Entwicklungen zu schauen. Denn langfristig werden die Entscheidungen der Verbraucher und die Wirtschaftlichkeit der Technologie den Markt bestimmen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop 2.0 – THINK BIG

HyCologne und RVK begeisterten internationale Fachjournalisten

Bitte einmal volltanken – mit Wasserstoff

Hürth, 27.06.2017 – Toyota Motor Europe lud im Juni gemeinsam mit Partnern wie der Initiative HyCologne und der Regionalverkehr Köln GmbH internationale Journalisten zu einer Wasserstoff-Tour mit mehreren Toyota Mirai von Hamburg nach Stuttgart ein. Die Pressefahrt stand unter dem Motto „Driving towards a Hydrogen-Society“. Die Journalisten fuhren ausgewählte Standorte wie die Wasserstofftankstelle am Chemiepark Knapsack in Hürth an. Das spezielle Fahrerlebnis während des „Mirai Road Trips“ wurde von den Partnerorganisationen vor Ort durch Informationen zur Entstehung von Wasserstoff und Erfahrungsberichten aus der Praxis ergänzt.

HyCologne – eine Public Privat Partnership mit Weitblick

„Die Begeisterung für unsere Wasserstoffgesellschaft sprang auf die Journalisten über“, ist Dr. Albrecht Möllmann, erster Vorsitzender des HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V., überzeugt. Die Initiative HyCologne ist ein aus der Wirtschaft und der Region angetriebenes Netzwerk. Die Mitgliedsunternehmen und Organisationen haben früh erkannt, dass die Vorzüge der Region in Bezug auf Wasserstoff (H2) genutzt werden sollten. „Starten, nicht warten“, so Dr. Möllmann „ist auch heute noch die Losung und der Antrieb der Initiative. Wir begleiten bereits seit Jahren unsere Aktivitäten mit Öffentlichkeitsarbeit, da wir wissen, wie wichtig es ist, andere von dieser Technologie zu begeistern. Im September wird auch in diesem Jahr wieder eine Wasserstoff-Veranstaltung unter dem Motto ‚Think Big‘ stattfinden.“ Der im Chemiepark Knapsack als Nebenprodukt anfallende Wasserstoff sollte einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. So entstand 2010 die Wasserstofftankstelle am Standort Knapsack in Hürth als eines der bisher wichtigsten Projekte.

Dr. Möllmann erläuterte den Journalisten die Besonderheiten des Hürther H2-Infrastrukturkonzepts: „Uns ist es wichtig, dass der Betrieb der Wasserstofftankstelle unter wirtschaftlichen Aspekten erfolgt. Der industriell erzeugte Wasserstoff in Knapsack könnte theoretisch für bis zu 1000 Busse genutzt werden. Unser Ansatz ist, das zu nutzen, was vorhanden ist und somit eine pragmatische Lösung zu bieten.“ Derzeit werden in Hürth Brennstoffzellenbusse mit einem Druck von 350 bar mit Wasserstoff betankt.

Busflotten für den ÖPNV im Rheinland mit Wasserstoff als Energieträger

Nicht nur Städte wie London oder Paris, München oder Stuttgart, die bereits akut unter erhöhten C02- und Stickoxid-Werten leiden, suchen nachhaltige Konzepte für emissionsfreie Innenstädte. In der Region Rheinland mit den Städten Köln, Hürth und Brühl werden bereits seit 2011 von der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) regulär Brennstoffzellenbusse im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt, die im Chemiepark Knapsack an der dortigen Wasserstofftankstelle mit Treibstoff versorgt werden. Diese Brennstoffzellen-Hybridbusse haben bereits über 250.000 km im Linienverkehr erfolgreich absolviert. Dies überzeugte die Journalisten von dem hohen Reifegrad der Technologie.

Die RVK verfolgt hier bereits heute ein klares Unternehmenskonzept. Die Vorteile der Brennstoffzellenbusse – wie kurze Betankungszeit, große Reichweite, Null-Emission und Geräuscharmut – haben in der mehrjährigen Praxis sowohl das Verkehrsunternehmen als auch die Fahrgäste überzeugt.

Eugen Puderbach, Geschäftsführer Regionalverkehr Köln GmbH, begrüßte das Engagement von Toyota und den Partnern: „Was der Brennstoffzellentechnologie u. a. aus Sicht der RVK aktuell zum Durchbruch noch fehlt, ist die Verankerung im ‚öffentliche Bewusstsein‘. Beim Thema Null-Emissionstechnologien liegt der Fokus der öffentlichen und politischen Diskussion sehr stark auf der Batterietechnologie. Dies ist keineswegs falsch. Jedoch ist vielen Menschen scheinbar noch nicht bekannt, dass es mit der Brennstoffzellentechnologie eine weitere sehr gute Lösung gibt, um die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs voranzutreiben. Diese bietet viele Vorteile – u. a. hinsichtlich Reichweite, Flexibilität und Betankungszeit.“

Puderbach betont, dass diese Presse-Tour somit ein weiterer wichtiger Schritt sei, um der breiten Öffentlichkeit nicht nur die Technologie als solche näherzubringen, sondern auch um zu demonstrieren, dass diese heute schon verfügbar und einsatzbereit sei.

Mit Blick auf die kommenden Generationen

Vor allem die Kosten wurden kritisch hinterfragt. „Dabei – und das haben wir versucht deutlich zu machen – ist eine rein betriebswirtschaftliche Kostenbetrachtung viel zu kurz gegriffen. Man muss hierbei auch die volkswirtschaftlichen Kosten mit einkalkulieren. So können z. B. Feinstaubemissionen erhebliche Folgekosten im Gesundheitssektor mit sich bringen“, so der Geschäftsführer der RVK, dem dieser Aspekt besonders mit Blick auf die kommenden Generationen wichtig ist.

Mit weiteren Schritten hin zur Wasserstoffgesellschaft

Als Ausblick auf die kommenden Jahre ergänzte Dr. Möllmann, dass es gleich zwei große EU-Gemeinschaftsprojekte gebe, die für die Region einen weiteren großen Schritt hin zur Wasserstoffregion bedeuten würden: Im Bereich Brennstoffzellenbusse sei dies JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe) und als Ergänzungsprojekt für den Bau von H2-Tankstellen das Projekt MEHRLIN (Models for Economic Hydrogen Refuelling Infrastructure).

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für HyCologne und RVK begeisterten internationale Fachjournalisten

2007 bis 2017: 10 Jahre HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V.

HyCologne – zukunftsweisende Projekte für die Wasserstoffregion Rheinland

Die Initiatoren und Wegbegleiter feierten im Rathaus der Stadt Brühl 10 Jahre HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V.: 2007 bis 2017. Hier im Kapitelsaal wurde die erste Vereinbarung vor 10 Jahren unterzeichnet.

Köln, 27. März 2017

Brühl, 28.03.2017 +++ Die Initiative HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. feierte am 27. März 2017 im Rathaus der Stadt Brühl das 10-jährige Bestehen. Die Initiative ist regional wie europaweit als öffentlich-private Partnerschaft anerkannt. Die Gäste und Mitglieder aus der Region Rheinland schauten mit Stolz auf erfolgreiche Projekte der letzten 10 Jahre zurück. In den kommenden Jahren wird die Initiative das Projektmanagement als Konsortialpartner im Rahmen des bislang größten EU-Gemeinschaftsprojekts im Bereich Brennstoffzellenbusse – JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe) – übernehmen.

„Alles begann mit einer visionären Idee, die die Tür zu einer wegweisenden Entwicklung öffnete“, so Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender HyCologne e.V., der auf die Stärken der Initialgeber verwies. Im Chemiepark Hürth Knapsack erzeugte die Industrie als ein Nebenprodukt von Chemieprozessen Wasserstoff, der keinen weiteren Anwendungen zugeführt wurde. Mit der Vision dieses Gas zu nutzen, gründete sich im Jahr 2005 im Technologiezentrum ST@RT HÜRTH die „Interessengemeinschaft Wasserstoff – IGH2“. Dr. Oliver Knauff, damals OperaThing GmbH, Boris Jermer als Absolvent der Technologiewissenschaft mit Fokus Wasserstoff an der Universität Maastricht und Carsten Krause, damals Technologiezentrum ST@RT HÜRTH, erkannten gemeinsam das Potenzial, das im Wasserstoff als Energieträger und der Region Köln steckt. Die Stadtwerke Hürth AöR, Vinnolit GmbH, Chemiepark Knapsack (InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG) und der Industriegasehersteller Praxair GmbH waren bereits in der Frühphase am Aufbau der Interessengemeinschaft beteiligt.

Die IGH2 ging im Jahr 2007 mit zwei weiteren Gründungsmitgliedern in die Initiative HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. über. Heute, im Jahr 2017, tragen 28 öffentliche und private Mitglieder die Projekte wie Null-Emission im öffentlichen Nahverkehr oder die Wasserstofftankstelle am Chemiepark Knapsack.

Das Netzwerk beteiligt sich aktiv an der Umsetzung der Klimaziele. „Wir haben viele unserer Gründungsziele konsequent umgesetzt. Uns war und ist es wichtig, in der Gesellschaft und bei den Entscheidungsträgern in der Wirtschaft und Politik das Bewusstsein für die Bedeutung des Wasserstoffs als Energieträger zu schärfen. Dies haben wir getan, indem wir in den letzten 10 Jahren 10 relevante Projekte aus dem Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen angestoßen und größtenteils erfolgreich umgesetzt haben“, lautet das Resümee von Boris Jermer während der Jubiläumsfeier. Er ist Projektleiter bei HyCologne e.V. und einer der Personen, die das Projekt JIVE umsetzen werden. Als Ergänzung wird im Rahmen des Projekts MEHRLIN (Models for Economic Hydrogen Refuelling Infrastructure) der Bau von sieben Wasserstofftankstellen für Busse angegangen. „Wir wissen, dass wir einen richtigen Weg eingeschlagen haben“, schließt Jermer seinen Beitrag im Rathaus Brühl.

Auf einem guten Weg sieht sich auch die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK). „Bereits seit 2011 setzen wir Brennstoffzellen-Hybridbusse im Linienverkehr in unseren Partnerstädten Hürth und Brühl ein. Aufgrund der guten Erfahrungen werden wir weiterhin in diese Technologie investieren“, sagt RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach. Neben dem Prädikat eines emissionsfreien und klimaschonenden ÖPNV schätzt das Verkehrsunternehmen auch die betrieblichen Vorteile dieser Technologie. Diese liegen vor allem im Bereich der Reichweite und der Betankungszeiten sowie der flexiblen Einsatzmöglichkeiten der Fahrzeuge. „Demnächst möchten wir unsere Flotte um 30 weitere Brennstoffzellen-Hybridbusse erweitern und zwei Wasserstoff-Tankstellen in Betrieb nehmen“, ergänzt Eugen Puderbach. Ab 2030 plant das Unternehmen, ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge anzuschaffen und damit den Schutz von Umwelt und Klima aktiv voranzutreiben.

Die Rolle der Initiative für die Region Rheinland wurde in den Grußworten von Dieter Freytag, Bürgermeister der Stadt Brühl und Dirk Breuer, Bürgermeister der Stadt Hürth deutlich. Möllmann bedankte sich bei den Wegbegleitern der Initiative – neben den Mitgliedern wendete er sich an die Vertreter der öffentlichen Hand in der Region, des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und der NOW – Nationale Organisation Wasserstoff.

„Das übergeordnete Ziel des Projektes JIVE ist es, die Kommerzialisierung von mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbussen voranzubringen. Die Europäische Union stellt aus dem EU-Programm ‚Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking‘ (FCH JU) hierfür 32 Mio. EUR als Fördermittel zur Verfügung. Hiervon wird neben weiteren Regionen auch die Region Köln profitieren“, erläutert Möllmann. Zusätzlich wird mit dem Verbundprojekt MEHRLIN der Betrieb von Wasserstoff-Tankstellen an sieben verschiedenen europäischen Standorten – darunter auch die Region Köln – fokussiert. „Mit unserer aktiven Beteiligung folgen wir weiterhin konsequent dem Ziel der Initiative HyCologne, den Bürgern die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der neuen Technologie zu demonstrieren“, fasst Möllmann den Weg der Initiative zukunftsgerichtet zusammen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für 2007 bis 2017: 10 Jahre HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V.

JIVE und MEHRLIN offiziell gestartet - 144 weitere Wasserstoff-Busse für Europa

Europaweite Förderung von emissionsfreien Brennstoffzellen-Bussen und H2-Infrastruktur

Beteilige Partner beim Kick-Off in Köln am 25. Januar 2017 – Bild: RVK

Köln, 25. Januar 2017

In Köln wurde am 25. Januar 2017 der formelle Start der 125 Mio. EUR umfassenden Verbundprojekte verkündet. Es handelt sich hierbei um zwei sich ergänzende europaweite Projekte: JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe) steht für den Einsatz von 144 Brennstoffzellenbussen und MEHRLIN (Models for Economic Hydrogen Refuelling Infrastructure) für den Ausbau der Betankungsinfrastruktur mit sieben Wasserstofftankstellen.

Das MEHRLIN-Projekt fokussiert den Betrieb großer Wasserstoff-Tankstellen an sieben verschiedenen europäischen Standorten in den Ländern Deutschland (Region Köln/Hürth/Wermelskirchen und Wuppertal), Italien (Bruneck/Brunico), Niederlanden (Oude Tongue – Süd Rotterdam) und Großbritannien (London und Birmingham).

Das JIVE-Projekt, das mit einem Zuschuss von 32 Mio. Euro aus dem EU-Programm „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU) unterstützt wird, wird aktiv von der Initiative HyCologne begleitet.

Größere Flotten mit Brennstoffzellenbussen für den ÖPNV

Boris Jermer, Projektleiter bei HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V.: „Wir freuen uns, dass wir mit JIVE und MEHRLIN in der Region Köln konsequent weiterführen können, was wir bereits in 2009 begonnen haben: Die Technologie ist reifer geworden und jetzt können größere Flotten im öffentlichen Verkehr aufgebaut werden. In der ländlichen Region außerhalb von den Innenstadt-Bereichen gibt es derzeit keine alternative Technologie, die identische Reichweiten bei gleicher Fahrgastkapazität darstellen kann.“

Basierend auf einer Partnerschaft von Betreibern des öffentlichen Nahverkehrs im JIVE-Projekt werden Busse in fünf europäischen Ländern in den folgenden Städten und Regionen eingesetzt:

  • in Deutschland in der Region Köln (Wermelskirchen, Meckenheim), der Stadt Wuppertal und der Region Rhein-Main,
  • im Vereinigten Königreich in London, Birmingham, Dundee und Aberdeen,
  • in Italien in der Region Südtirol,
  • in Dänemark in Slagelse,
  • und Riga in Lettland.

Null-Emissionen

Die mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbusse erzeugen im Vergleich zu den bisherigen Dieselbussen bei gleicher Betriebsflexibilität keine umweltschädlichen Emissionen. Dies bedeutet für die Regionen und insbesondere für Städte eine deutliche Verbesserung der Luftqualität und eine Verringerung von schädlichen Treibhausgasen.

Jermer erläutert, dass der Wasserstoff, der als Treibstoff für die Brennstoffzellenbusse bereitgestellt wird, direkt aus der Region Köln stammt: „So schaffen wir eine größere Unabhängigkeit von Energieimporten und vermeiden mit jedem gefahrenen Kilometer das Verbrennen von Diesel-Treibstoff.“

Langfristige Ziele verfolgen

Mit diesen Verbundprojekten erhalten europäische Bushersteller einen geeigneten Rahmen, um ihre Produktionskapazitäten zu entwickeln und Skaleneffekte zu erzielen. Diese sind erforderlich, um Brennstoffzellenbusse langfristig konkurrenzfähig für den ÖPNV-Markt zu machen.

Die Betreiber und Anlagenherstellern von Wasserstofftankstellen erhalten Daten, die sie benötigen, um den hohen täglichen Anforderungen wirtschaftlich begegnen zu können.

Ein weiteres langfristiges Ziel ist es, den Verbrauchern die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der neuen Technologie zu demonstrieren.

Über JIVE (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe)

Das JIVE-Projekt, eine europäische Initiative für Wasserstofffahrzeuge, wird mit 32 Mio. EUR vom EU-Programm „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU) gefördert. Es werden 144 emissionsfreie Wasserstoffbusse in fünf Mitgliedstaaten ausgeliefert. Das übergeordnete Ziel ist es, die Kommerzialisierung von mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbusse voranzubringen. Anfang 2020, dem Projektende, sollen Busbetreiber wirtschaftlich lebensfähige Flotten auf Null-Emissions-Basis ohne Subventionen betreiben können. So soll die Politik die Möglichkeit erhalten, den öffentlichen Nahverkehr dementsprechend zu regulieren.

Das Projektkonsortium besteht aus insgesamt 22 Projektpartnern aus sieben Mitgliedsstaaten. In Deutschland werden in der Region Köln, Wuppertal und Rhein-Main Busse zum Einsatz kommen. Im Vereinigten Königreich werden diese in den Städten London, Birmingham, Dundee und Aberdeen, in Italien in Südtirol, in Lettland in Riga und in Dänemark in Slagelse fahren.

Wasserstoff-Bus der Regionalverkehr Köln am Mediapark in Köln – Quelle: HyCologne

Die europäischen Partner

Element Energy Ltd., Aberdeen City Council, Birmingham City Council, Dundee City Council, EE Energy Engineers GmbH, Energy Universe Europe ApS, Fondazione Bruno Kessler, HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V., Hydrogen Europe BE, hySOLUTIONS GmbH, London Bus Services Ltd, West Midlands Travel Ltd, PLANET Planungsgruppe Energie und Technik GbR, RebelGroup Advisory Belgium, Rigas Satiksme Sia, Regionalverkehr Köln GmbH, Südtiroler Transport Strukturen AG, ThinkStep AG, Trentino Trasporti S.p.A., Union Internationale des Transports Public, Verkehrs-Verbund Mainz-Wiesbaden GmbH und WSW mobil GmbH

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für JIVE und MEHRLIN offiziell gestartet - 144 weitere Wasserstoff-Busse für Europa

Veranstaltung: Neue Mobilität bewegt unsere Region 2.0

Gemeinsam für eine starke mobile Region

Hürth // Am 28.6.2016 nutzten 150 Interessierte und Vertreter aus Unternehmen, Kommunen und Politik die Chance, sich über die Entwicklungen der neuen Mobilität zu informieren und darüber zu diskutieren. Im Fokus standen die Vorteile für die Region, die Kommunen und Bürger sowie neue Geschäftsfelder für Unternehmen unter dem Veranstaltungsmotto: „Neue Mobilität bewegt unsere Region 2.0“. Zu den Kooperationspartnern, die diese Plattform ermöglichten, gehören HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V., die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH, die Industrie- und Handelskammer zu Köln sowie der Region Köln/Bonn e.V.

Prof. Dr. Beate Braun, Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH, und Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, begrüßten das Auditorium. Nach einer Einführung in die Thematik der Veranstaltung durch Heinrich Klingenberg, hySOLUTIONS GmbH, fanden zwei parallele Sessions statt: „Flotte Unternehmen“ und „Mobile Kommunen“. Kernthemen der Sessions waren die Förderungsmöglichkeiten, das Flottenmanagement und der Ausbau der regionalen Ladeinfrastruktur.

Flotte Unternehmen

Die Herausforderungen und Chancen beim Einsatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen in der Unternehmensflotte der Kreissparkasse Köln stellte Daniel Oster, Nachhaltigkeitsreferent der Kreissparkasse Köln, beispielhaft vor: „Wir betreiben in unserem für Dienstfahrten nutzbaren Fahrzeugpool seit gut einem Jahr zehn Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge. Bei Fahrten über kurze Distanzen, insbesondere im Stadtverkehr, kommt bei diesen Fahrzeugen ihr Umwelteffekt des emissionsfreien und geräuscharmen Betriebs besonders zum Tragen.“ Weiter habe sich im täglichen Einsatz gezeigt, dass die mit Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen möglichen Umwelteffekte stark vom individuellen Fahrverhalten der einzelnen Nutzer und der Länge der Wegstrecken abhängen.

Er empfahl – aufgrund der gemachten Erfahrungen der Kreissparkasse Köln – an
E-Mobilität interessierten Flottenbetreibern eine konsequente Planung. „Vor einer Entscheidung für Plug-In-Hybride sollte eine klare Einschätzung stehen, für welche konkrete Art der Nutzung die Fahrzeuge benötigt werden, also beispielsweise Stadtfahrten oder längere Strecken, einzelne oder zahlreiche Nutzer. Bedeutsam ist für Plug-In-Hybride auch die Frage der Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten.“ Oster beschrieb die Zielsetzung der Kreissparkasse Köln: „Wir haben uns als Kreissparkasse Köln bewusst für die Plug-In-Hybrid-Technologie entschieden, um Neues auszuprobieren und das Zukunftsthema elektrischer Mobilität aktiv mit zu befördern.“

BMVI-Förderung

Die Entwicklung der Elektromobilität vor Ort wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Dominique Sévin, Programm Manager Elektromobilität, NOW GmbH, legte die Grundlagen dar: „Mit der Förderrichtlinie vom 09.06.2015 unterstützt das BMVI die Beschaffung von Elektrofahrzeugen mit dem Ziel der Erhöhung der Fahrzeugzahlen, insbesondere in kommunalen Flotten. Auch die dafür notwendigen Ladeinfrastrukturen inklusive der Verknüpfung der Fahrzeuge mit dem Stromnetz in Kombination mit dem Ausbau erneuerbarer Energien für den Verkehrssektor auf der kommunalen Ebene fallen unter diese Richtlinie.“

Sevin stellte die drei sogenannten Fördersäulen vor. Unter Säule 1 werde die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur durch einen Investitionszuschuss mit bis zu 40 Prozent gefördert. Die Säule 2, Erarbeitung kommunaler Elektromobilitätskonzepte, erläutert Sevin: „Gefördert wird die Erstellung von Umweltstudien. Diese sollen mögliche Maßnahmen zur Integration der Elektromobilität in kommunale oder regionale Nachhaltigkeitsinitiativen bzw. -konzepte untersuchen.“ Die Förderung von Forschung und Entwicklung zur Unterstützung des Markthochlaufs von Elektrofahrzeugen sei Gegenstand der Säule 3. Schwerpunkt sei vor allem die Stärkung der Elektromobilität in den Bereichen ÖPNV, Logistik und Sonderverkehre.

Neue Mobilität erfahren

Die Veranstaltung startete und endete jeweils mit einem Ride & Drive Event vor dem Feierabendhaus in Hürth-Knapsack. Über 20 Wasserstoff- und E-Fahrzeuge der Hersteller BMW, Citroën, Ford, Hyundai, Mitsubishi/Nissan, Renault, StreetScooter, Toyota und VW standen den Teilnehmern für Testfahrten zur Verfügung. Ladesäulen, Lasten-Bikes wie auch E-Bikes vervollständigten die Präsentation.

Auch einer der vier mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbusse, die im öffentlichen Personennahverkehr der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) eingesetzt werden, demonstrierte die Chancen der neuen Mobilität für die Region. „Null Emission im ÖPNV bedeutet keinen CO2-Ausstoß sowie Geräuscharmut und damit eine starke Entlastung der Bürgerinnen und Bürger“, erläutert Dr. Albrecht Möllmann, Vorstand HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. Wichtig seien der Aufbau der Wasserstoff-Tankstellen sowie die Strom-Ladeinfrastruktur in der hiesigen Region. Dieses und die Einführung von Kaufprämien könnten dann einen positiven Impuls für steigende Verkaufszahlen von E-Fahrzeugen – ob mit Wasserstoff oder rein mit Batterie betrieben – bewirken.

Aufgrund der positiven Resonanz der Teilnehmer ist es wahrscheinlich, dass die Kooperationspartner die Tagungsreihe fortsetzen werden – dann unter dem Titel „Neue Mobilität bewegt unsere Region 3.0“.

E Mobilität

Bildunterschrift: v.l.: Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin Innovation und Umwelt der IHK Köln, Thomas Schröder, Region Köln/Bonn e.V., Prof. Dr. Beate Braun, Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH, Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln und Dr. Dipl.-Ing. Dirk Holger Ahrens-Salzsieder, stellvertretender Vorsitzender von HyCologne e.V. sowie Vorstand der Stadtwerke Hürth vor dem Feierabendhaus Knapsack in Hürth.

Bildnachweis: HyCologne/Adler

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Veranstaltung: Neue Mobilität bewegt unsere Region 2.0

HyCologne Vorreiter für CO2-freie Mobilität

Dekarbonisierung vorantreiben: Brennstoffzellenbus als Shuttle-Bus auf der HANNOVER MESSE 2016

 Die Initiative HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. ist bereits seit vielen Jahren ein wichtiger Vorreiter für CO2-freie Mobilität. Die Landesregierung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen hat mit der KlimaExpo.NRW eine Initiative gegründet, die die Umsetzung der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele in NRW sichtbar macht. HyCologne ist sich bewusst, dass die Initiative eine Vorreiterrolle im Themenfeld „Mobilität gestalten“ am Standort NRW einnimmt, ganz nach dem Motto „Wir sind dabei! KlimaExpo.NRW! Motor für den Fortschritt“. Die Anschaffung der Busse wird gefördert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Bundesland Nordrhein-Westfalen, der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK), dem Rhein-Erft-Kreis sowie den Städten Hürth und Brühl.

Bereits vier Linienbusse der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) nutzen Wasserstoff, der als Nebenprodukt in der lokalen chemischen Industrie anfällt, als Kraftstoff für den Antrieb mit Brennstoffzellen: Hierbei werden 220 Tonnen des Treibhausgases jährlich eingespart. Dieser Erfolg wurde durch das Engagement der Mitglieder der Initiative HyCologne erreicht. Die Brennstoffzellen-Busflotte soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

Während der HANNOVER MESSE 2016 steht den Messebesuchern einer dieser Busse als Shuttle-Bus zur Verfügung. Dies ermöglichen der unabhängige belgische Hersteller von Linien- und Reisebussen sowie Inustriefahrzeugen Van Hool und der Brennstoffzellen-Anbieter Ballard Power Systems. Der Industriegasehersteller Linde AG wird die Betankung mit Wasserstoff vor Ort durchführen.

Die Initiative HyCologne versteht sich als Berater und Unterstützer der Partner und Mitglieder bei der Entwicklung und Realisierung von Vorhaben im Bereich Wasserstoff, Brennstoffzellen und Elektromobilität. Hierzu gehören die aktive Vernetzung der regionalen Akteure und ein Engagement über die Grenzen des Bundeslandes NRW und der Bundesrepublik Deutschland hinaus. Die Mitglieder der Initiative stehen für den Transfer des erworbenen Know-hows zur Verfügung. Interessierte finden die Ansprechpartner der Initiative in Halle 27 (Energy) Stand E 40 auf dem Gemeinschaftsstand des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

***

HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e. V. | www.hycologne.de

Unter dem Dach der Initiative HyCologne haben sich starke Partner aus der Region Köln / Rheinland zusammengeschlossen. Der Aufbau und die Vermarktung eines Wasserstoff-Clusters soll die Region stärken und für potenzielle europäische Partner interessanter machen. Der Cluster fördert länderübergreifend deutsche und europäische Aktivitäten zum Aufbau der Elektromobilität unter Einsatz von Wasserstoff als Energieträger. Die Verbindung aus Chemieindustrie mit vorhandenen Wasserstoffressourcen und den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Metropolregion Rheinland bietet zahlreiche Chancen für neue Anwendungen und Märkte.

Ansprechpartner während der HANNOVER MESSE: Besuchen Sie den Gemeinschaftsstand des Bundeslandes Nordrhein Westfalen. Dort befindet sich der Stand der Initiative HyCologne: E 40 in Halle 27 / Energy. Gerne steht Ihnen Carsten Krause (Tel.: 01 71 – 5 69 94 89), Projekt-Entwickler innerhalb der Initiative HyCologne, für ein Interview vor Ort in Hannover zur Verfügung. Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an Eva Thelen (Tel.: 0172 9159590).

HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. | Goldenbergstraße 1 in 50354 Hürth  |  Tel. ++49 (0) 22 33 – 406 123 |

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für HyCologne Vorreiter für CO2-freie Mobilität

Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop. THINK BIG: Wasserstoff für die Energiewirtschaft

Wasserstoff, tragendes Element der Energiewende

AD/Duisburg // Am 20.1.2016 tauschten an die 130 Fachkräfte aus der Energiewirtschaft, Politik, Wissenschaft und -Unternehmen ihre Ideen und Vorstellungen zum Thema „THINK BIG: Wasserstoff für die Energiewirtschaft“ im TecTower Duisburg aus. Die aktuellen Klimadaten, die von dem Meteorologen und Moderator Sven Plöger in seiner Einleitung dargelegt wurden, ließen keinen anderen Schluss zu, als dass es Zeit sei zu handeln. Daher war der Auftakt des Förderprogramms HydrogenHyWay.NRW, der von Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) offiziell verkündet wurde, der richtige Einstieg in den Workshop.

160120think Big_H2_Workshop.jpg

Die Veranstalter des ersten Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop THINK BIG: Wasserstoff für die Energiewirtschaft begrüßten circa 130 Teilnehmer. Bildnachweis: HyCologne | Adler

„Die Nutzung von Wasserstoff in NRW spielt in industriellen Prozessen seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Wir sind also auch sehr gut aufgestellt für den Einsatz von elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff als Speichermedium für Strom aus erneuerbaren Energien. Mit dem Wettbewerb HydrogenHyWay.NRW unterstützt die Landesregierung nun die nordrhein-westfälische Wirtschaft im Verbund mit der Wissenschaft dabei, klima- und umweltschonende Innovationen und Lösungen weiter zu entwickeln und Marktvorteile zu erschließen und auszubauen“, argumentiert Klimaschutzminister Remmel.

Der nordrheinwestfälische Klimaschutzminister Johannes Remmel betonte, dass mit dem Wettbewerb HydrogenHyWay.NRW unterstütze die Landesregierung die nordrhein-westfälische Wirtschaft im Verbund mit der Wissenschaft. Bildnachweis: HyCologne | Adler

Der nordrheinwestfälische Klimaschutzminister Johannes Remmel betonte, dass mit dem Wettbewerb HydrogenHyWay.NRW unterstütze die Landesregierung die nordrhein-westfälische Wirtschaft im Verbund mit der Wissenschaft.
Bildnachweis: HyCologne | Adler

Wasserstoff-Großspeicher und -Pipelines

Die Veranstalter des ersten Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshops, die Vereine h2-netzwerk-ruhr und HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland, setzen sich als Lobbyisten bereits seit vielen Jahren für den Energieträger Wasserstoff ein. Mit dieser Veranstaltung stellten sie die Wasserstoff-Großspeicher und -Pipelines, deren technische Voraussetzungen sowie Genehmigungsfragen in das Zentrum des Fachaustausches.

Volker Lindner, Vorsitzender h2-netzwerk-ruhr, und Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender von HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland, schauten am Ende des Tages auf eine erfolgreiche Auftaktveranstaltung zurück: „Mit der Konferenz wurde nicht nur der Blickwinkel geschärft, sondern auch verdeutlicht, welche Möglichkeiten und Verfahren bereits existieren bzw. in absehbarer Zeit zum Tragen kommen werden, um Wasserstoff auf umweltschonendem Wege herzustellen und für verschiedene Anwendungen zu nutzen. Hierbei sind die Lagerung von Wasserstoff in Großspeichern verschiedenen Typs sowie der Transport in Pipelines und Gasnetzen eine wesentliche Voraussetzung. Wir gehen davon aus, dass an diesem Tag das Verständnis für die technischen und genehmigungstechnischen Herausforderungen vermittelt werden konnte“, erläuterte Dr. Möllmann. „Auf den ersten wird wohl auch ein zweiter Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop folgen. Wir sind überzeugt, dass grüner Wasserstoff die Energiewende mit antreiben wird“, bekräftigt Volker Lindner.

 

Metastudie zeigt regulatorische Notwendigkeiten auf

Während des H2-Workshops wurden von René Schoof die Ergebnisse der aktuellen Studie der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) und des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. – Technisch-wissenschaftlicher Verein (DVGW) vorgestellt. René Schoof, Leiter Energy Storage Technology der Uniper Energy Storage GmbH aus Essen, fasste zusammen: „Bei der Studie handelt es sich zuallererst um ein Metastudie, welche die Leitstudien der NOW und des DVGW zum künftigen Einsatz der Power-to-Gas-Technologie in Deutschland vergleicht. Als Kernergebnis ist zunächst herauszuheben, dass Power to Gas als sektorübergreifendes Kopplungselement für die Integration erneuerbaren Stroms in Mobilität, Industrie und Energiesysteme viel mehr darstellt als einen einfachen Energiespeicher. Auch wenn die Studie die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen nicht direkt beleuchtet, so zeigt sie dennoch, dass eine flächendeckende Einführung von Power to Gas nur durch eine Anpassung der Rahmenbedingungen gelingen kann.“

„Die Metastudie zeigt, dass mit der Power-to-Gas-Technologie grüner Wasserstoff in bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungsketten integriert werden kann. Darüber hinaus schafft die Sektor-Kopplung über Power to Gas neue Wertschöpfungsketten im Bereich Mobilität, Industrie und Energiesysteme.“ So beschrieb Schoof den wirtschaftlichen Aspekt und ergänzte, dass der Einsatz von grünem Wasserstoff mittels Power to Gas eine wesentliche Option zum Gelingen der Energiewende darstelle.

Über Grenzen hinaus hin zum Verbraucher

Mit der H2 MOBILITY GmbH & Co. KG koordiniert, plant, baut und betreibt erstmals ein Unternehmen Wasserstoff-Tankstellen als nationale Gesamtaufgabe. Die Industrieunternehmen Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL fokussieren mit diesem gemeinsamen Unternehmen den stufenweisen Ausbau der bundesweiten Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur auf insgesamt rund 400 Stationen bis 2023. Frank Sreball, Geschäftsführer H2 MOBILITY Deutschland, stellte die Besonderheit des Unternehmens vor: „Insgesamt werden in der H2 MOBILITY viele Kompetenzen gebündelt, u. a. mit dem Ziel, Planungsverfahren zu harmonisieren und zu vereinfachen sowie Investitionen und Fördermittel effizient einzusetzen.“ Sreball sieht dabei seine Unternehmung auch im europäischen Kontext: „Wir beziehen auch strukturschwächere, grenznahe Regionen in den Aufbau der Infrastruktur mit ein. Schließlich ist Deutschland aus Sicht von Reisenden ein Durchfahrtsland.“

block4_sponsoren

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop. THINK BIG: Wasserstoff für die Energiewirtschaft

Einladung zu "THINK BIG: Wasserstoff für die Energiewirtschaft"

Großspeicher und Pipelines / Technik und Genehmigungsfragen

Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop – inklusive Auftakt des Förderprogramms HydrogenHyWay.NRW // Mit Beiträgen von Minister Johannes Remmel und Sven Plöger. Moderation Jürgen Döschner*| WDR

Die zunehmende Dominanz erneuerbarer Energien im Stromsektor führt vermehrt zu zeitweisen Stromüberschüssen. Diese können über Elektrolyse in Wasserstoff gewandelt und dann vielfältig verwendet werden: Neben der Rückverstromung und der Einspeisung in das Erdgasnetz ist auch die Verwendung als Grundstoff oder als Kraftstoff
denkbar. Im Verkehr bietet Wasserstoff über die Nutzung hocheffizienter BrennstoffzellenAntriebe sogar eine besonders hohe Umweltschutzwirkung – zudem sehr große Mengenpotentiale und eine Minimierung der  Mineralölimporte. Als massenhaft verfügbares Speichermedium ermöglicht Wasserstoff dabei jederzeit die Betankung mit Energie aus Wind und Sonne. Der Energiewirtschaft und  Betreibern größerer EE Anlagen eröffnen sich damit neue Geschäftsfelder als Kraftstoff oder Grundstoffanbieter. Die Mineralöl und die Gase Industrie engagieren sich bereits in der H2 Mobilität und leisten wichtige Beiträge – wobei auch Nebenprodukt Wasserstoff das Klima schont.
Aber auch Versorger können aktiv werden und etwa lokal operierende Flotten von Nahverkehrsbussen, Taxis und Nutzfahrzeugen versorgen. Wegen der komplexen Infra
struktur kann Wasserstoff als Kraftstoff aber nur im großen Maßstab wettbewerbsfähig werden. Dazu gehören neben Multi MW Elektrolyseuren auch Kavernen  oder technische Großspeicher und der effiziente Transport in Rohrleitungen und neuartigen Trailern; und diese beiden Pfeiler der Brücke in  die Wasserstoffwelt wird der Workshop nach einer Einführung zu PowertoGas behandeln. Er wird den Stand der Technik von Wasserstoffspeichern und  pipelines, Fragen der Umnutzung ehemaliger Erdgasinfrastrukturen und planungsrechtliche Hürden bis hin zu Fragen der Anerkennung des Wasserstoffs als  Energieträger im EnWG beleuchten. Ziel ist die Identifikation von Handlungsbedarfen, um künftigen Strategieentscheidungen und Planungen eine verlässliche Technik  und Rechtsgrundlage zu geben. Finanzierung, Trassenfindung und Akzeptanz sollen künftig ebenso behandelt werden.

moellmann_lindner

Hier anmelden >>> Telefon: 02233 – 406 123 –
Informationen bei Frau Eva Thelen, HyCologne

Hier der komplette Flyer als PDF >>>

block1 block2block3 block4_sponsoren

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Einladung zu "THINK BIG: Wasserstoff für die Energiewirtschaft"

5. Nacht der Technik zu Gast bei HyCologne

300 technikbegeisterte Besucher im Chemiepark Knapsack Großes Interesse bei der Nacht der Technik am 12. Juni 2015

Im Halbstundentakt trafen die (Wasserstoff-)busse vom Kölner Neumarkt mit technikinteressierten Besuchern ab 18 Uhr im Chemiepark Knapsack ein. Auch 2015 nahm der Chemiepark Knapsack in Kooperation mit HyCologne an der Nacht der Technik teil. Dort begrüßte Carsten Krause von HyCologne die Gäste an der Wasserstofftankstelle und stellte Ihnen die Technik der Tankstelle und der Busses vor.  Anschließend erläuterte Thomas Kuhlow, Leiter Kommunikation der Standortbetreibergesellschaft InfraServ Knapsack die Technikwelt der Chemieproduktion auf dem Knapsacker Hügel. Unterstützt wurde er dabei auch von der Werksfeuerwehr, die im Rahmen einer kleine Vorführung einen Einsatz simulierten.

„Die Begeisterung für Technik von Menschen zu erleben macht Spaß. Gerne zeigen wir, wie wir Technik nutzen zur Herstellung von Produkte des Alltags“, so Thomas Kuhlow. „Das Publikum ist gemischt von Mitarbeitern ,die ihren Angehörigen einmal den Arbeitsplatz zeigen wollen über Studenten die nach möglichen Arbeitsplätzen Ausschau halten bis zu Nachbarn und Ehemaligen, die gerne einmal die Chemieanlagen bei Nacht bestaunen möchten.“ Die elfte  und  letzte Gruppe rollte  dann gegen Mitternacht wieder in Richtung Köln. Spaß hat der Abend allen bereitet.

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für 5. Nacht der Technik zu Gast bei HyCologne

Van Hool H2-Brennstoffzellenbus fährt während der HANNOVER MESSEVan Hool H2 fuel cell bus to operate during HANOVER FAIR

Dieser Brennstoffzellen-Hybrid-Bus wird während der Hannovermesse 2015 zum Einsatz kommen.

Auch in diesem Jahr stellen Mitglieder der Initiative HyCologne für die Besucher der HANNOVER MESSE eine ganz spezielle Transportmöglichkeit zur Verfügung. Ein Brennstoffzellen-Hybrid-Linienbus aus der Region Köln demonstriert seine Einsatzfähigkeit. Der Bus des Herstellers Van Hool mit der Typenbezeichnung A330 FC ist einer von vier wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Hybridbussen, die gemeinsam mit den Stadtwerken Brühl und Hürth von der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) im regulären Linienverkehr eingesetzt werden und seit geraumer Zeit ihre Alltagstauglichkeit beweisen. Sie sind ein Grundstein für eine emissionsfreie Busflotte des öffentlichen Nahverkehrs im Raum Köln.

Die Initiative HyCologne ist für den Auf- und Ausbau des Clusters Wasserstoff, Brennstoffzellen & Elektromobilität über die Grenzen der Region Rheinland hinaus bekannt. Daher sind neben den zahlreichen regionalen Akteuren auch internationale Unternehmen wie der unabhängige belgische Hersteller von Linien- und Reisebussen sowie Industriefahrzeugen Van Hool oder die Linde AG als Industriegase-Hersteller aktive Mitglieder. Diese Unternehmen sowie das Brennstoffzellen-Unternehmen Ballard Power Systems mit einer Niederlassung in Hürth ermöglichen in diesem Jahr den Einsatz des H2-BZ-Busses A330 FC während der Messewoche. Die Besucher sind eingeladen, einen Betankungsvorgang mit Wasserstoff durch die Linde AG zu erleben.

Der belgische Bushersteller Van Hool lieferte im Mai 2014 zwei Brennstoffzellen-Hybridbusse des Typs A330 FC an den Betreiber RVK. Mit einer Länge von 13,16 Metern sind die Ausmaße des A330 FC mit einem konventionellen Omnibus vergleichbar. Das Fahrzeug verfügt über eine Brennstoffzelle mit einer Leistung von 150 kW. Die Energie wird in einer Lithium-Titanat-Batterie gespeichert. Zwei 85 kW starke Elektromotoren treiben den Van Hool A330 FC an. Dank einer dritten Achse finden 100 Fahrgästen Platz – 67 Steh- und 33 Sitzplätze. Diese stehen den Messebesuchern der HANNOVER MESSE auf der blauen Route zur Verfügung.

Paul Jenné, Bus Project Manager Van Hool bestätigt, dass die bisherigen Erfahrungen recht positiv sind: „Die Fahrzeuge sind ständig im Einsatz und haben nur selten einen Stillstand. Die erfassten Daten werden monatlich bewertet, sodass wir die Fahrleistung sehr eng dokumentieren. Uns ist das Monitoring sehr wichtig.“ Van Hool bewertet die Mitgliedschaft im Netzwerk HyCologne als äußerst positiv. Der Bushersteller ist damit auch in die Netzwerkstruktur des Bundeslandes Nordrhein-Westfalens eingebunden. Neben der Beteiligung an innovativen Projekten schätzt das Unternehmen gerade die Vorteile gemeinsamer Auftritte auf so wichtigen Messen wie der HANNOVER MESSE im April und der WORLD OF ENERGY SOLUTIONS im Oktober in Stuttgart.

Jenné betont den wirtschaftlichen Stellenwert der HANNOVER MESSE: „Wir spüren ein deutlich erhöhtes Interesse an Brennstoffzellenbussen – in Deutschland sowie auch international. Die HANNOVER MESSE ist die ideale Plattform, um die bisherigen Erfahrungen zu teilen und vom neuen Trend Nullemission im Stadtbusbereich durch unsere Angebote zu partizipieren.”

Das börsennotierte Unternehmen Ballard Power Systems ist führend im Marktsegment der Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellentechnologie (PEM). Ballard bietet Produkte in den Geschäftsfeldern Gabelstapler, Notstromerzeugung, dezentrale Stromerzeugung und Busse. In Deutschland engagiert sich das Unternehmen zum Beispiel in Bus-Projekten der Region Köln und unterhält daher eine Niederlassung in Hürth.

Die Bus-Module stellen für das Unternehmen einen wichtigen Teil des Brennstoffzellen-Geschäfts dar. Daljit Bawa, Market Manager – Bus Segment / Ballard Power Systems, ist begeistert: „Wir freuen uns auf das weitere Wachstum dieses Geschäfts und sind besonders aufgrund des hohen Interesses und der guten Geschäftsaussichten im europäischen Markt auf die zukünftige Entwicklung gespannt.“

Bawa geht davon aus, dass die derzeitigen Brennstoffzellen-Hybridbusse wie der A330 FC und das Nebenprodukt Wasserstoff aus dem Industriepark Knapsack eine Basis für zukünftige Brennstoffzellen-Busprojekte in Nordrhein-Westfalen sind. „Derzeit sind wir mit verschiedenen Interessengruppen in Nordrhein-Westfalen im Gespräch bezüglich möglicher zusätzlicher Brennstoffzellenbus-Projekte“, so Bawa. Die HANNOVER MESSE sei eine sehr wichtige Messe für Ballard. Hier treffe das Unternehmen europäische Kunden, Lieferanten, Partnern und Interessenten und baue so wertvolle Geschäftskontakte auf bzw. aus.

Unter dem Oberbegriff „Clean Technology by Linde“ bietet das Unternehmen Linde AG Produkte und Technologien an, mit denen erneuerbare Energien nutzbar gemacht werden sollen. Hierbei stehen die Wirtschaftlichkeit und die Senkung der CO2-Emissionen deutlich im Mittelpunkt. Der Energieträger Wasserstoff nimmt hier eine wichtige Rolle ein. Linde hat bereits über 90 Wasserstoff-Tankstellen in 15 Ländern mit seiner innovativen Betankungstechnik ausgerüstet. Das Unternehmen ist ein aktives Mitglied des Clusters HyCologne.

„Wir wollen unsere weltweiten Erfahrungen im Bereich der Infrastruktur und Betankungstechnologie in der Region Köln einbringen, um auch hier eine nachfragegerechte Wasserstoffversorgung aufzubauen“, sagte Alexander Schadowski, Linde-Projektingenieur in der Vertriebsregion Mitte/West. „Dazu gehört die geplante Tankstelle am Flughafen Köln/Bonn sowie nach Möglichkeit weitere Projekte, die wir gemeinsam mit HyCologne und anderen Partnern entwickeln möchten.“

Auf der diesjährigen HANNOVER MESSE betankt Linde den A330 FC und weiter Fahrzeuge mit Wasserstoff und macht so den Einsatz möglich. Schadowski erläutert „Als weltweit führender Anbieter von Wasserstoffanlagen deckt Linde das komplette Technologiespektrum ab, das für die erfolgreiche Nutzung von Wasserstoff als Energieträger erforderlich ist – von der Erzeugung bis zur Betankung. Wasserstoff ist daher – wie schon in den Vorjahren – eines unserer Schwerpunktthemen auf der HANNOVER MESSE. Auch in diesem Jahr übernimmt Linde exklusiv die Wasserstoffversorgung der von der Clean Energy Partnership (CEP) in Hannover eingesetzten Brennstoffzellen-Pkw, die den Messebesuchern zu einer Probefahrt auf dem Freigelände zur Verfügung stehen. Mithilfe einer von Linde selbst entwickelten mobilen Betankungseinheit werden sie mit grün produziertem Wasserstoff versorgt.“

Das Netzwerk HyCologne e.V. initiiert Projekte rund um die Geschäftsfelder Wasserstoff als Energieträger, Brennstoffzelle und Elektromobilität. Die relevanten Akteure aus Wirtschaft, Politik und den Kommunen der Region Köln/Rheinland treffen hier auf Komponenten- und Technologieanbieter.

„Im Netzwerk ergeben sich Synergien und neue gemeinsame Projekte können in anderen Dimensionen angegangen werden. So erwarten wir für die Zukunft wachsende Geschäftsfelder, “ betont Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender von HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V.

Interessierte finden Ansprechpartner der Initiative in Halle 27 (Energy) Stand E 40 auf dem Gemeinschaftsstand des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Members of the HyCologne initiative are once again providing visitors to HANOVER FAIR with a highly individual means of transportation. A fuel cell hybrid bus from the Rhineland region demonstrates its capabilities not just on the trade fair site. The A330 FC-type bus from manufacturer Van Hool is one of four hydrogen-powered fuel cell hybrid buses, which operate in regular service as a joint venture between public utilities Stadtwerke Brühl and Hürth and Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) and have been successful for quite some time. They are a foundation stone for an emission-free fleet of public transport buses for the Cologne region.

The HyCologne initiative is committed to developing and expanding the hydrogen, fuel cells and electric mobility cluster beyond the borders of the Rhineland region. Therefore, international companies such as independent Belgian manufacturer of buses, coaches and industrial vehicles Van Hool and Linde AG, producer of industrial gas, are also active members in addition to the many regional players. These companies, along with fuel cell manufacturer Ballard Power Systems, who has a subsidiary in Hürth, are responsible for running the H2 bus A330 FC during the week-long trade fair. Visitors are invited to experience a hydrogen refuelling operation by Linde AG. Hydrogen from renewable sources is a safe, sustainable and clean energy source, today, as well as in the future.

The HyCologne e.V. network initiates projects covering all aspects of hydrogen as an energy source, a fuel cell and electric mobility. This is where key players from the world of business and politics and community leaders from the Cologne/Rhineland region meet component suppliers and technology providers. Those interested can contact the initiative in Hall 27 (Energy) Stand E 40 at the shared stand of the State of North Rhine-Westphalia.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Van Hool H2-Brennstoffzellenbus fährt während der HANNOVER MESSEVan Hool H2 fuel cell bus to operate during HANOVER FAIR